Tipp des Monats

Salbei

(Salvia officinalis L.)
Synonyme: Gartensalbei, Götterspeise, Edelsalbei, Königssalbei, Griechischer Tee, Königskraut, Küchensalbei, Heilsalbei

„Kreativität ist 1 Prozent Inspiration und 99 Prozente Transpiration.“
(T.A. Edinson)

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Salbei ist ein in unseren Breiten sehr bekanntes Küchen- und Heilkraut mit einer langen Tradition. Salbeitee wird bei übermäßigem Schwitzen, zum Abstillen, zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Spülen bei Mundschleimhautentzündungen empfohlen, aber auch in der Küche (z.B. Salbeibutter) sehr gerne eingesetzt. Getrocknete Salbeiblätter (v.a. weißer Salbei) haben eine lange Räuchertradition – zur spirituellen Reinigung von Räumen, Gegenständen und Lebewesen. Weißer Salbei (Salvia alpine), auch Wüstenbeifuß genannt, findet sich besonders häufig in Reinigungsräuchermischungen.

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Salbeitee sollte nicht länger als eine Woche lang getrunken werden Maximal 1 Tasse pro Tag ist empfohlen! (Grund: mögliche toxische Eigenschaften). (Price, S.367). Bei Halsschmerzen oder Mundschleimhautentzündungen wird Salbeitee zum Gurgeln eingesetzt. Alternativ dazu, kann es auch hilfreich sein, ein Salbeiblatt einige Zeit (etwa 30 Minuten) in den Mund zu nehmen (zwischen Backe und Zähnen einklemmen, sodass die Wirkstoffe über den Speichel verteilt werden).

Das ätherische Öl ist hinsichtlich der Indikationen nur annähernd vergleichbar mit dem Tee. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Wirkstoffgemische, die mit Vorsicht eingesetzt werden sollten. Ätherisches Salbeiöl besitzt potentiell toxische Eigenschaften und kann bei Epileptikern Anfälle auslösen. Dennoch ist es – richtig eingesetzt und gering dosiert – ein hochwirksames Mittel bei Mundschleimhaut– und Halsentzündungen, bei Krämpfen, Atemwegsbeschwerden (z.B. Bronchitis, Sinusitis, Pertussis), Klimakteriumsbeschwerden, Konzentrationsstörungen, Schweißfüßen und zum Abstillen.

Besonders interessant erscheint die konzentrationssteigernde Wirkung von echtem ätherischem Salbeiöl. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Lern- und Merkfähigkeit durch die olfaktorische Anwendung (also durch das Schnuppern) von Salbeiöl zunimmt, weil die Ausschüttung des Neurotransmitters Acetylcholin (Botenstoff der Vernunft bzw. für logisches Denken und Gedächtnis) aktiviert wird (Werner/Braunschweig, S. 185-186).

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Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab – „salvare“ bedeutet retten, heilen.

Daher wäre es auch einen Versuch wert, echtes ätherisches Salbeiöl bei Morbus Alzheimer und/oder bei Herzproblemen (Acetylcholin spielt u.a. auch eine Rolle bei der Übertragung des Nervenimpulses auf das Herz) einzusetzen. Die Anwendung könnte über die Raumbeduftung erfolgen oder z.B. bei „gebrochenem Herzen“ einen Tropfen Salbeiöl auf das Herzchakra sanft einmassieren. Aroma-Sniffings und Riechstifte mit Salbeiöl sind auch eine gute Möglichkeit der Anwendung.

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Salbei wurde von der VAGA – Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche AromapraktikerInnen zur Duftpflanze des Jahres 2015 gekürt. Daher war sie auch das Thema des Wettbewerbs theSCENTEDdrop 2015. Heuer ist übrigens das Jahr der Rose! 

Botanik, Gewinnung & Inhaltsstoffe

Salbei kommt in hunderten Arten vor und gehört zur Pflanzenfamilie der Lamiaceae (Lippenblüten- bzw. Taubnessel gewächse). Das ätherische Öl wird mittels Wasserdampfdestillation aus dem Kraut gewonnen. Es enthält bis zu 60% Monoterpenketone (v.a. Thujon), bis zu 15% Oxide (v.a. Eukalyptol) und je bis zu 15% Mono- und Sesquiterpene.

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Bitte nicht verwechseln mit Muskatellersalbei. Das ist eine andere Salbei-Art!

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Einsatzgebiete

  • Abstillen
  • Bronchitis
  • Cellulite
  • Grippale Infekte
  • Halsentzündungen
  • Herpesinfektionen
  • Hitzewallungen
  • Kehlkopfentzündungen
  • Klimakteriumsbeschwerden
  • Konzentrationsstörungen
  • Menstruation (ausbleibende)
  • Mundschleimhautentzündung
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Nervenentzündung
  • PMS
  • Schweißfüße
  • Schwitzen, starkes
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Zahnfleischinfektionen
  • u.v.m.

Wirkungen: antiphlogistisch, analgetisch, antibakteriell, choleretisch, cholagogg, neurotonisch, neurotoxisch, östrogenartig u.v.m.

Kontraindikationen und Vorsichtsgebote

Nicht für AsthmatikerInnen, EpileptikerInnen, Kinder unter 6 Jahren, während der Schwangerschaft!

Rezeptideen (gtt.=Tr.)

Raumbeduftung
Zur Schaffung einer konzentrations-steigernden Raumatmosphäre eine Mischung für die Duftlampe: 2 gtt Pfefferminze, 6 gtt Litsea Cubeba (oder Lemongrass), 2 gtt Salbei, 2 gtt Weihrauch

„Schweißfuß adé“ – Spray
100ml Blauglasflasche mit Sprühaufsatz
10 gtt Salbei
15 gtt Litsea Cubeba
10 gtt Lavendel
15 gtt Grapefruit
10 gtt Zypresse
in die Flasche träufeln
20ml Alkohol (z.B. 96%igen Ethanol) dazu geben und mit 80ml Nerolihydrolat (Orangenblütenhydrolat) auffüllen
Tipp: vor Gebrauch gut schütteln (Öle schwimmen auf) und damit die Füße und die Schuhe einsprühen

Gurgelwasser
24 gtt. Bergamotte
5 gtt. Salbei
5 gtt Pfefferminze
8 gtt. Myrrhe
2 gtt Nelkenknospenöl
in 8ml Weingeist (96%ig) lösen und von dieser Mischung 10 gtt ins Gurgelwasser geben

„Wechsel“-Öl für die Frau
100 ml Johanniskrautöl (oder Sesamöl)
30 gtt Bergamotte
10 gtt Rosengeranie
5 gtt Salbei (oder Muskatellersalbei)
5 gtt Lavendel
5 gtt Weihrauch
5 gtt. Vetiver
Tipp: 2x täglich die Füße einölen (NICHT nach östrogenabhängigen Kanzerosen!)

Salbei-Essig
eine gute Handvoll Salbeiblüten pflücken und in ein sauberes, verschraubbares Glas geben, mit weißem Aceto Balsamico auffüllen und ca. 1 Woche stehen lassen. Der Essig färbt sich rosa! Dann die Blüten abseihen und mit 1 Tropfen ätherischem Salbeiöl verfeinern. Ein Augen- und Gaumenschmaus! Leider hält die Farbe max. 6 Monate. Daher bitte rasch verbrauchen.

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Achten Sie bei der Herstellung der o.a. Kompositionen auf Ihre Rohstoffe: 100% naturreine ätherische Öle und native Pflanzenöle in höchster Qualität für die o.a. Rezepturen erhalten Sie beispielsweise hier…

Tipp für den Vatertag: Aktiv & Fit Sportset

NEU: ab sofort gibt es auch aromuli für Hunde & Pferde!

aromuli sind Bonbons in Form von Globuli, die mit 100% naturreinen ätherischen Pflanzenölen aromatisiert wurden. Sie können wie Bonbons (Tiere: Leckerli) genossen oder zum Würzen von Speisen und Getränken verwendet werden. Sie sind rein pflanzlich (also vegan) und werden in liebevoller Handarbeit in unserer Manufaktur für Sie hergestellt.

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Quellenangaben:

Bücher:

[BRAUNSCHWEIG] BRAUNSCHWEIG Ruth von: „Pflanzenöle“ Stadelmann Verlag, 2007,
[KARNER] KARNER Ingrid, KRUPALIJA Tina: „Die Kraft der wertvollsten Pflanzenöle“ Kneipp-Verlag, Wien 2014
[KRIST] KRIST Sabine, BUCHBAUER Gerhard, KLAUSBERGER Carina: „Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle“ Springer-Verlag, Wien, 2008,
[MARTINETZ] MARTINETZ Dieter, HARTWIG Roland: „Taschenbuch der Riechstoffe“ – 1. Auflage, Verlag Harri Deutsch, Thun und Frankfurt am Main, 1998
[PRICE] PRICE Len, PRICE Shirley: “Aromatherapie – Praxishandbuch für Pflege- und Gesundheitsberufe” Verlag Hans Huber, Bern, 2003, S. 367
[WABNER] WABNER Dieter, BEIER Christiane: „Aromatherapie“ – 1. Auflage,  Elsevir GmbH, München, 2009
[WERNER] WERNER Monika, VON BRAUNSCHWEIG Ruth: „Praxis Aromatherapie“ Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2006
[ZIMMERMANN1] ZIMMERMANN Eliane: „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“ – 5. aktualisierte Auflage Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2011
[ZIMMERMANN2] ZIMMERMANN Eliane: Aromatherapie – Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle“ Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München, 2008

Internet:
www.pubmed.com – Suchwort: Salvia officinalis.
http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Salv_off.html
http://www.kraeuter-verzeichnis.de/blog/salbei.shtml

Anmerkung: bei den o.a. Angaben erhebt die Autorin keinen 100%igen Anspruch auf Vollständigkeit oder Wissenschaftlichkeit (vgl. Standesregeln für Humanenergetik). Die Angaben stellen Zusammenfassungen aus eigenen Erfahrungen und Informationen aus den genannten Quellen dar. Die auf der Website zusammengefassten Informationen können den Besuch beim Arzt, Apotheker, Therapeuten oder Lebens- und Sozialberater NICHT ersetzen. Eine Diagnose und individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden! Die ätherischen Öle können/sollen begleitend zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt werden, sofern die Vorsichtsgebote, die Kontraindikationen, die entsprechende Ölqualität (naturrein und kbA/bio) sowie die richtige Dosierung bzw. Anwendung eingehalten wird!